Warum wir rückwirkend keine E-Book-Voucher anbieten können

08.04.2013 von Markus Wirtz mit 4 Kommentar(en)
Mit unserem neuen Service, Ihnen mit dem Kauf der gedruckten Ausgabe auch kostenlosen Zugang zur E-Book-Ausgabe zu bieten, haben wir bei vielen einen verständlichen Wunsch geweckt: Der Service möge rückwirkend für möglichst all unsere bislang erschienenen Bücher gelten.

Um die enttäuschende Antwort vorwegzunehmen: Das können wir nicht. Das Angebot gilt ausschließlich für Titel, die ab Februar 2013 erschienen sind bzw. erscheinen werden.

Warum ist das so?

Abgesehen von der viel diskutierten Frage - der wir sicher noch den ein oder anderen Artikel an dieser Stelle widmen werden - ob die Gratis-Zugabe digitaler Ausgaben dem wirtschaftlichen Erfolg eines Fachbuchverlags zuträglich sei, sind es schlicht technische Gründe, die einer Ausdehnung unseres Angebots auf ältere Titel entgegenstehen.

Wir haben uns für folgendes Verfahren entschieden: In der gedruckten Ausgabe finden Sie einen individuellen Code, mit dem Sie sich als Kunde auf unserer Webseite anmelden und den Zugang zum E-Book freischalten können. Das scheint uns ein vertretbarer Kompromiss: Für Sie bleiben der Aufwand überschaubar und die Beschränkungen zur Nutzung des E-Books sehr gering. Auf der anderen Seite sorgt die Personalisierung des Angebots dafür, dass wir die Interessen unserer Autoren (die auch unsere eigenen sind) schützen. Das Procedere ist also an den Code und dessen Verbindung mit einem gedruckten Exemplar des Buches gebunden; daran ist auch die Implementierung von Freischaltung und Zugriff auf unserer Webseite geknüpft; und das erklärt hoffentlich auch, warum wir bei älteren Titeln diesen Service nicht bieten können: Das nachträgliche Aufbringen von Codes auf Büchern im Lager oder im Buchhandel ist logistisch nicht umsetzbar. Ebenso ist es uns nicht möglich, mit potentiell allen Lesern aller unserer bisher erschienenen Titel im Nachhinein individuell die Rechtmäßigkeit des Anspruchs zu klären und den daraus resultierenden Zugang technisch umzusetzen.

Und so bleibt es leider dabei: Wir hoffen, mit dem neuen Angebot auf die Neuerungen im Verlagswesen angemessen und im Sinne unserer Leser zu reagieren. Dass wir aber nicht in der Lage sind, die Arbeit der vergangenen 10 Jahre in die neue Zeit zu beamen, möge man uns nachsehen.